Ab ins Amazonasgebiet

Nachdem Maike wieder gesund war konnten wir endlich unseren Trip ins Amazonasbecken starten. Mit dem Flieger ging es schließlich nach Rurrenabaque, einer Stadt im Dschungel.

Nach langem Überlegen entschieden wir uns dafür, den Flieger von La Paz aus zu nehmen. Die weitaus kostengünstigere Variante wäre der Bus gewesen. Bei diesem hätten wir allerdings einen Reisetag verloren (Die Fahrt dauert zwischen 12 und 15 Stunden und kostet nur 90 Bolivianos – 12 Euro). Da wir das Busreisen in letzter Zeit etwas satt hatten und der Flug nicht unser komplettes Budget gesprengt hat (mit allen Zusatzkosten etwa 90 Euro), entschieden wir uns für den Flug. Die absolut richtige Entscheidung wie sich später herausstellte! Der Flug im „19-Mann – Flugzeug“!!! war der Wahnsinn und mit ein Highlight in Südamerika. Über die schneebedeckten Anden mit wundervollen Bergseen hinüber, flog man schließlich noch etwa eine halbe Stunde über das Amazonasbecken mit seinem wundervollen Dschungel und tollen Flussschleifen. Gelandet sind wir dann auf dem für uns kleinsten Flughafen, den wir je gesehen haben. Eine Flugbahn, ein Flugzeug, zwei Airlines, das war‘s. Mit dem Taxi ging es dann relativ zügig ins Hotel, um anschließend die Tourenanbieter für die Dschungel- und Pampatouren abzuklappern. Auf Rat von unserem Hostal, den Internetbewertungen und einem guten Gespräch vor Ort, entschieden wir uns, nach ein bisschen Preisfeilscherei, bei der dreitägigen Dschungel Tour, für den Anbieter „Max Adventure“. Für die dreitägige Pampastour wählten wir den Anbieter „Dolphins Travel“. Alles in allem kosteten beiden Touren zusammen mit privatem Zimmer und privatem Bad, sowie Verpflegung, 2100 Bolivianos pro Person (umgerechnet etwa 270 Euro).

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Die kleine 19-Mann-Propellermaschine

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über den Anden

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über dem Amazonas

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Landeanflug

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Am nächsten Tag konnte die Dschungeltour dann losgehen. Nach einer kurzen Einweisung ging es auf einem kleinen Boot, drei Stunden durch den atemberaubenden Madidi Nationalpark. In diesem leben laut Lonely Planet die meist bedrohten Tierarten der Welt, unter anderem 44% aller heute noch lebenden Säugetierarten. Nach der Ankunft im Camp stand zunächst ein tolles Mittagessen auf dem Programm. Anschließend ging es mit unserem Guide Jimmy und zwei Franzosen auf Entdeckungstour durch den Dschungel. Das Highlight dabei waren zwei verschiedene Affenarten. Nachdem wir uns dann zurück im Camp ein bisschen in der Hängematte entspannen und den Geräuschen des Dschungels lauschen konnten, ging es nach dem tollen Abendessen auf eine Nachttour durch den Dschungel. Entdeckt haben wir dabei bis auf ein paar Kaimanaugen im Wasser leider relativ wenig, aber die intensiven Geräusche der Tierwelt entschädigten ein wenig. Am nächsten Tag wanderten wir zu einem Felsen, in dem sich eine Vielzahl von Aras (Papageienart) niedergelassen hatte. Das Heraufwandern auf diesen Fels mit dem Ausblick auf das Amazonasgebiet und die umherfliegenden Aras waren bis dahin wohl das Highlight der Tour. Das wahre Highlight folgte jedoch ein paar Stunden später, als Maike beim Angeln einen fetten Pacu an Land zog! Dieser wurde anschließend beim Lagerfeuer gegrillt und war der beste Fisch, den wir beide je gegessen haben.  Auf dem Weg zum Fluss entdeckten wir außerdem ein Tarantelunterschlupf samt Tarantel. Am nächsten Tag stand noch ein bisschen Wandern auf dem Programm, bis es dann schließlich nach dem Mittagessen auf den Rückweg nach Rurrenabaque ging. Die dreistündige Bootstour war eine tolle Möglichkeit, die vielen Eindrücke dieser Tour zu verarbeiten.

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Unser Baumhaus in der ersten Nacht

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Eco Love Lodge 😀

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chillen mit dem gefährlichen Jaguar

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Dschungel

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Fledermäuse

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Cappuchino-Monkeys

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von uns beschrifteter Pilz

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frisches Wasser vom Baum

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Maneche

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Aras

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Aras gehören zu den größten Papageien und erreichen teilweise eine Körperlänge von 100 cm.

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Wunderschöne Landschaft

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Gesichtsbemalung mit natürlicher Farbe aus Pflanzen

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Tarantel

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unser Lager in der zweiten Nacht im Dschungel

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Angeln

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Yuhuuuu

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Ab auf den Grill

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In Rurrenabaque angekommen stieg die Vorfreude auf die Pampastour am nächsten Tag unheimlich, da wir nicht ganz so viele Tiere im Dschungel entdeckt haben, wie wir uns das erhofft hatten. Eines sei vorweg gesagt: Wir wurden nicht enttäuscht!!!

Mit dem Jeep ging es zunächst von Rurrenabaque nach Santa Rosa und von dort aus weiter mit dem Boot zu unserem Camp in den Pampas. Nach etwa zwei Minuten Bootsfahrt wartete auch schon der erste Kaiman am Ufer auf uns. Es folgten unzählige weitere Kaimane, unzählige verschiedene Vögel, Capybaras, Affen und Schildkröten die wir auf unserer Bootstour entdecken konnten. Der Guide erklärte uns, dass die aktuelle Jahreszeit (Trockenzeit) die beste Jahreszeit sei, um Tiere zu beobachten. Der Grund dafür ist zum einen das niedrig stehende Wasser im Fluss selbst und zum anderen die weniger werdenden Ausweichmöglichkeiten der Wasserstellen, abseits des Flusses. Auf dem weiteren Programm standen einen wunderschönen Sonnuntergang zu genießen und nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal mit dem Boot rauszufahren um die Kaimanaugen mit Hilfe der Taschenlampe im Wasser zu beobachten. Am nächsten Tag folgte eines der größten Spektakel unserer Reise! Da wir bereits mit mehreren Personen sprachen, die vor uns die Pampastour gemacht hatten wussten wir, dass beim „Anaconda searching“ eine Anakonda zu finden keine Selbstverständlichkeit ist. Um genau zu sein fand keine Gruppe mit der wir sprachen eine Anakonda. Also waren die Erwartungen etwas gedämpft. Da jedoch Timo und Jenny bei ihrer Tour eine Kobra entdeckten, spekulierten wir natürlich darauf, wenigstens irgendeine Schlange zu finden. Das Ergebnis war schließlich ein überwältigender Mix aus Anakonda und Kobra! Nämlich eine etwa 2,5 bis 3 Meter lange Anakonda, die gerade mit einer 2,5 bis 3 Meter langen Kobra kämpfte bzw. gerade dabei war diese zu verschlingen. Unglaublich!!! Selbst der Guide sagte uns, dass er das in seinen zwölf Jahren als Guide noch niemals gesehen hat. Definitiv ein Highlight unserer ganzen Reise, so ein Naturspektakel live mitverfolgen zu können. Das nächste tolle Erlebnis folgte direkt am Nachmittag beim Piranha fischen, bei dem wir den ein oder anderen Fisch an Bord holen konnten. Zum Abendessen gab es dann den Fang des Tages…Unsere Erkenntnis: Pacu schmeckt auf jeden Fall besser! Am nächsten Tag gab es dann den krönenden Abschluss der Pampastour mit dem Delfinschwimmen. Umgeben von Kaimanen versicherte uns der Guide, dass es sicher wäre ins Wasser zu springen, solange die rosa Flussdelphine in der Nähe wären. Diese schwammen um uns herum, also ging es ab ins Wasser. Ein seltsames Gefühl bei den ganzen Kaimanen und Piranhas, die sich so um und im Gewässer trieben. Der Guide erklärte uns, dass die rosa Flussdelfine in diesem Gebiet die unangefochtenen Könige des Wassers seien. Sobald sich ein Kaiman in deren Nähe ins Wasser begeben würde, wären die Delphine stark genug, um sie aus ihrem Gebiet zu verscheuchen.  Und damit war die Pampastour auch schon fast vorbei. Mit dem Boot ging es wieder zurück an Land und schließlich weiter mit dem Jeep. Doch als hätten wir auf der ganzen Tour nicht schon genug Glück gehabt, entdeckte der Fahrer vom Auto aus noch ein Faultier im Baum und Maikes größter Tierentdeckungswunsch ging auch noch in Erfüllung. Unglaublich!

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Los geht’s

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Schildkröte

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Capybaras – die größten Nager der Welt

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Kaiman

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lustiger Vogel

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Capybaras

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Monkeys

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Flussdelfin

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Tamandu (Ameisenbär)

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rechts die Anakonda, links der Schwanz der toten Kobra

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in der Mitte der Kopf der toten Kobra

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Anakonda

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Haut einer Schlange

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Sonnenuntergang

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Piranha Fishing

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Yaay

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😀

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hmmm lecker Abendessen

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Schwimmen mit Piranhas, Kaimanen und Flussdelfinen

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Georg war ganz schön weit draußen

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Jessika und ich hatten Angst 😀

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….aber auch Spaß 🙂

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Das Beste zum Schluss: Ein Faultier 🙂

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sogar in Action

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Zurück in Rurrenabaque verarbeiteten wir das Ganze erstmal. Am nächsten Tag sollte es dann mit dem Flieger über La Paz weiter nach Uyuni gehen. Aber nach dem ganzen Glück musste dann auch mal wieder ein bisschen was schief laufen. Also wurde uns am Flughafen gesagt, dass wir heute leider nicht fliegen können. Es wären zuvor Flüge ausgefallen und andere Passagiere hätten demnach Vorrang. Das bedeutete für uns also wieder zurück ins Zentrum und eine weitere Nacht in Rurrenabaque. Am nächsten Tag ging es dann in der Früh wieder an den Flughafen. Da das Wetter an diesem Tag extrem schlecht war, fielen erneut die ersten Flüge aus. Dennoch warteten wir einige Zeit am Flughafen in der Hoffnung, dass die Flugzeuge irgendwann starten würden…vergebens. Irgendwann wurden alle Fluggäste zurück ins Zentrum geschickt, wo uns stündlich mitgeteilt wurde, dass es keine Neuigkeiten gibt. Ergebnis am Ende des Tages: Keine Flüge. Also eine weitere Nacht in Rurrenabaque. Das Wetter am nächsten Tag besserte sich und so konnten wir schließlich direkt die erste Maschine nach La Paz nehmen. Wuhu!

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