Peru – das Land der vielen Gegensätze

Hier in Peru gibt es Kontraste wie sonst nirgendwo: Wüste, Hochland und Dschungel, Arm und Reich, Modern und Uralt, Ländlich und Urban. Das Land ist vielfältig und genau das macht es so interessant. Geprägt wird die Geschichte Perus von vielen verschiedenen Kulturen, von denen die Inkas die wohl Bedeutendsten sind. Die Bevölkerung der Inkas machte teilweise über 12 Millionen Menschen aus, welche sich von Südkolumbien über Ecuador, Bolivien bis nach Nordchile verteilten. Noch heute gibt es Nachfahren der Inkas, die in kleinen Dörfern leben, arbeiten und nur ihre Indiosprache „Quechua“ sprechen.

Da die internationalen Flüge in Südamerika relativ teuer sind, musste ein Plan B her, um von Banos (Ecuador) nach Lima zu kommen. Immer wieder lasen wir im Internet, dass es günstige Inlandsflüge von der Grenzstadt Tumbes nach Lima geben soll. Also beschlossen wir mit dem Bus irgendwie über die Grenze nach Peru zu fahren und von dort aus nach Lima zu fliegen. Es gäbe auch noch die Alternative mit dem Bus von Quito oder Guayaquil nach Lima zu fahren, dies dauert 38std von Quito und 28std von Guayaquil. Da wir uns jedoch für den 19.07. mit einem Freund von Georg und dessen Freundin in Lima verabredet hatten und die guten Busse für diesen Zeitraum teilweise schon ausgebucht waren, entschieden wir uns für Alternative 1. Von Banos ging es also mit dem Bus nach Ambato (1std Fahrt), wo wir eine Nacht blieben und am nächsten Tag den Bus nach Tumbes nehmen wollten. Da man hier in Südamerika leider keine gute Auskunft über die Busverbindungen bekommt, weder im Internet noch an irgendeiner Hotelrezeption, orientierten wir uns an einer Busverbindung, die ich im Internet fand und für vertrauenswürdig hielt. Von Ambato sollte es mit dem Bus in die 370 km entfernte Stadt Machala gehen, welche nur noch knapp 100km von Tumbes entfernt, nahe der Grenze, liegt. In Machala fahren, laut Internet, alle 4std Busse nach Tumbes. Wir nahmen den Bus um 21 Uhr in Ambato und erreichten Machala um 04:00 Uhr morgens. Mitten auf einer öffentlichen Straße wurden wir raus gelassen und das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Wir hofften an einem ’seriösen‘ Busterminal herausgelassen zu werden, um dort zu warten und morgens um 08:00 Uhr den ersten Bus nach Tumbes nehmen zu können. Auf irgendeiner Straße, in einer Stadt die wir nicht kannten, mitten in der Nacht wollten wir nun wirklich nicht mit all unserem Gepäck ‚warten‘. Also erklärten wir dem Busfahrer, dass wir eigentlich nach Tumbes wollten und hier nur einen Anschlussbus nehmen wollten. Da unser Spanisch leider nicht das Beste ist verstanden wir nur, dass wir wieder in den Bus einsteigen sollen. Gesagt getan. Und so fuhren wir mit dem Bus weiter, ohne eine Ahnung zu haben wohin. Im Bus fragten wir einen älteren Mann, wohin der Bus denn fährt und es stellte sich heraus, dass der Bus bis nach Huaquillas fährt, die Stadt direkt an der peruanischen Grenze. Ich nutze schnell mein restliches Datenvolumen, um im Internet irgendwelche Informationen zu bekommen, wie es für uns ab Huaquillas dann weiter geht. Die Einzige Information die ich jedoch fand war die, dass dieser Grenzübergang der Gefährlichste in ganz Südamerika sei. Na super! Um 05:00 Uhr morgens erreichten wir Huaquillas und wieder wurden wir auf irgendeiner öffentlichen Straße raus gelassen, also mussten Georg und ich schauen wie wir unseren Ausreisestempel von Ecuador und gleichzeitig den Einreisestempel für Peru bekamen. Der alte Mann aus dem Bus nahm es zur Lebensaufgabe uns zu helfen und hielt uns alle nervigen Taxifahrer fern, die am Busstopp auf uns warteten. Es war noch dunkel und es war sehr unheimlich, zumal wir wussten, dass dies hier eine Grenzstadt ist und auch noch eine der Gefährlichsten. Zu Fuß marschierten wir mit dem älteren Mann über die Grenze nach Peru, besorgten uns dort erst einmal Geld in der Landeswährung und anschließend organisierte er uns ein Taxi, welches uns zuerst zum 8 km entfernten Immigration Office fuhr und anschließend zum Flughafen nach Tumbes. Der Taxifahrer schien am Anfang sehr nett, doch als wir los fuhren stellte sich schnell raus, dass er sich irgendetwas reingepfiffen hatte und wohl auch etwas müde war. Seine Augen fielen im Sekundentakt zu und ich war heilfroh, dass Georg vorne saß und im Notfall hätte eingreifen können. Unversehrt erreichten wir das Immigration Office, bekamen dort problemlos unsere Aus- und Einreisestempel und fuhren mit dem total übermüdeten und zugekifften Kollegen weiter an den Flughafen. Diesen erreichten wir um 07:00 Uhr morgens und obwohl unser Flug erst um 21 Uhr abends ging, wollten wir dort einfach nur ankommen und die Zeit absitzen. Leider hatte der Flughafen noch geschlossen und öffnete erst um 10:00 Uhr, sodass wir widerwillig mit dem Taxifahrer in das Zentrum von Tumbes fuhren. Dort steuerten wir das erstbeste Hostel an, buchten uns ein Zimmer für 12 Stunden und waren heilfroh, den gefährlichsten Grenzübergangs Südamerikas überstanden zu haben. Am Abend fuhren wieder zum Flughafen, der wohl kleinste Flughafen, den ich je gesehen habe und um 23:00 Uhr kamen wir endlich in Lima an.

In Lima hatten wir eine schöne Airbnb Unterkunft mitten in dem beliebten Stadtteil Miraflores. Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend und das bekannte Einkaufszentrum Larcomar. Am Abend kamen dann auch Timo und Jenny, mit denen wir durch Peru und Bolivien reisen werden,in Lima an. Vier Tage verbrachten wir in Lima und erkundeten mit einer Bekannten von Jenny, die in Lima lebt, die Altstadt. Außerdem besuchten wir anlässlich des Nationalfeiertages in Peru eine Tanzveranstaltung.

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Altstadt Lima

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Fruit Market

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Fruit Market

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Fiestas Patrias de Peru

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Von Lima ging es mit dem Bus weiter nach Pisco, von wo aus wir eine Bootstour zu den Islas Ballestas machten. Die Islas Ballestas werden nicht von Menschen bewohnt, vielmehr bieten sie einen Lebensraum für zahlreiche Tiere wie z.B. Seelöwen, Kormorane, Pinguine, Pelikane und Flamingos.

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Paracas

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Pinguine

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Auf den Islas Ballestas leben unzählige Vögel

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und auch viele Seelöwen

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Weiter ging es dann nach Ica, welches an sich eine ziemlich hässliche Stadt ist. Allerdings gibt es in der benachbarten „Stadt“ Huacachina riesige Sanddünen, die zum Sandboarden einladen. Diesen Spaß wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so ignorierten wir die unschöne und wirklich sehr dreckige Stadt Ica und verbrachten einen Tag in Huacachina zum Sandboarden. Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Taxi zu den Weingütern und nahmen an einer der vielen kostenlosen Wein-Touren und Weinproben teil. Als Weinliebhaber war das für mich natürlich sehr interessant auch wenn der Wein mir dort überhaupt nicht geschmeckt hat. (Viel zu süß, aber hier in Südamerika wird ja sowieso nirgendwo mit dem Zucker gespart).

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Sandboarding 

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wunderschöne Sanddünen

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Sonnenuntergang

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Weinführung und Weinprobe

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Unser letzter Stopp an der Westküste Perus war Nazca, eine relativ unscheinbare aber schöne Stadt, die aufgrund der Nazca Lines bekannt ist. Mitten in der Wüste von Nazca befinden sich in den Sand eingeritzte Linien, die aus größerer Entfernung verschiedene Figuren darstellen. Am Besten sieht man diese Bilder aus der Luft, jedoch werden die Flüge über die Wüste im Internet immer wieder kritisiert, zumal in der Vergangenheit auch schon einige Kleinflugzeuge mit Touristen abgestürzt sind. Um die Nazca Linien auch ohne Flug bestaunen zu können, wurden Aussichtstürme errichtet, von denen man ein Paar der Motive sehen kann. Der bekannteste Aussichtsturm befindet sich 10km von Nazca entfernt und man hat einen wunderbaren Blick auf die Figuren die Hände und einen Baum darstellen.

Es gibt verschiedene Theorien, die die Entstehung der Bilder erklären. Ob die Linien von Außerirdischen gemalt wurden oder als Prozessionswege für rituelle Großveranstaltungen angelegt wurden. Man weiß es nicht zu 100%. Jeder Forscher bzw. jedes Forschungsteam hat seine eigene Theorie, aber es bleibt weiterhin ein Geheimnis, da man keine Theorie zu 100% belegen kann.

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Hände

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Baum

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nichts als Wüste

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Von den Aussichtstürmen aus waren die Nazca Linien nicht sehr spektakulär. 

Mit dem Bus ging es von Nazca weiter nach Cusco, in das Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Bekannt ist die Stadt besonders für die Touren zur Inkastadt Machu Picchu, was etwas schade ist, denn Cusco selbst hat eine wunderschöne Altstadt zu bieten. Aber auch wir waren hauptsächlich wegen dem Weltwunder hier. Nach zwei Tagen in Cusco ging es für uns weiter nach Aguas Calientes, das Machu Picchu Dorf, von wo aus man die Inkastadt besucht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Aguas Calientes zu kommen, obwohl in das Dorf keine Straßen führen. Die erste und teuerste Alternative ist der Zug (PeruRail oder InkaRail), der von Cusco direkt nach Aguas Calientes fährt. Diese Fahrt dauert circa 3std und kostet zwischen 160 USD und 800 USD (Hin-und Rückfahrt), je nachdem ob man den günstigen Zug nimmt oder die Luxusklasse mit Welcome-Show, Cocktails, Gourmet-Essen, Tea-Time und allem was man eigentlich nicht wirklich braucht :D. Die zweite Alternative ist etwas günstiger: Mit dem Colectivo (Sammeltaxi) geht es von Cusco nach Ollantaytambo (Fahrtzeit circa 2std, Kostenpunkt 10 Soles (3 USD)) und von Ollantaytambo mit dem Zug nach Aguas Calientes (Fahrtzeit circa 2std, Kostenpunkt ONE WAY zwischen 60 USD und 120 USD je nachdem, ob Luxuszug oder Low-Budget). Die dritte Alternative ist die günstigste: Mit dem Bus geht es von Cusco nach Hidroelectrica (Fahrtzeit circa 7std, sehr kurvenreich und holprig, Kostenpunkt ONE AWAY zwischen 40-50 Soles (11-15 USD)). Von Hidroelectrica läuft man dann circa 2std an den Schienen entlang nach Aguas Calientes (kostenlos). Wir entschieden uns beim Hinweg für Variante 3 und beim Rückweg für Variante 2. Somit zahlten wir insgesamt 78 USD für die Fahrt nach Aguas Calientes und wieder zurück nach Cusco. Natürlich war die Zugfahrt umso bequemer und auch spektakulärer, da man durch eine wunderschöne Gegend fährt. Trotzdem war der Weg von Hidroelectrica nach Aguas Calientes eine tolle Erfahrung und es tat unglaublich gut, sich nach einer 7-Stündigen Busfahrt die Füße zu vertreten. Wir blieben insgesamt drei Nächte in Aguas Calientes. Die meisten Touristen bleiben jedoch nur für eine Nacht dort, da es dort auch nicht wirklich viel zu unternehmen gibt. Die Tickets für Machu Picchu City haben wir bereits in Cusco im Ministerio de Cultura gekauft. Man kann aber auch problemlos Tickets in Aguas Calientes vor Ort kaufen. Die Tickets für die Inkastadt Machu Picchu kosten 128 Soles (36 USD), mit einem ISIC-Studentenausweis 65 Soles (18 USD), wenn man sich für das Tagesticket zwischen 06:00 Uhr – 16 Uhr entscheidet. Die zweite Besuchszeit ist zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr und ist etwas billiger. Die Stundentenausweise werden sowohl im Ministerio de Cultura, sowie am Eingang vom Machu Picchu sehr genau kontrolliert, also ist schummeln diesmal nicht drin. Während ich in anderen Situationen meinen bereits abgelaufenen, nationalen Studentenausweis problemlos vorweisen konnte, wurde dieser hier abgelehnt. Neben der Inkastadt Machu Picchu kann man auch noch den Wayna Picchu besuchen, einer der beiden Nachbar-Gipfel, von wo man aus eine wunderbare Sicht auf die Ruinen haben soll. Diese Tickets sind allerdings immer Monate im Voraus ausgebucht, sodass wir keine Tickets hierfür bekommen konnten.

Hat man es nach Aguas Calientes geschafft, gibt es wieder zwei Möglichkeiten zur Inkastadt Machu Picchu zu kommen. Die erste Alternative ist, man läuft den Weg zum Machu Picchu. Dies bedeutet fast ausschließlich Treppen steigen, dauert circa 1std und ist unglaublich anstrengend. Die Tore zum Aufstieg öffnen um 05:00 Uhr und die Warteschlange ist lange, sodass es 30 Minuten dauern kann, bis man an den Kontrolleuren vorbeikommt und mit dem Aufstieg beginnen kann. Die zweite Alternative ist der Bus, der von Aguas Calientes ab 05:30 Uhr morgens zur Inkastadt fährt. Die Fahrt dauert 30 Minuten und kostet 40 Soles (14 USD). Wir wollten ursprünglich mit dem Bus fahren und waren um 04:30 Uhr schon an der Busstation, wo uns bereits eine unendlich lange Warteschlange bis ins Dorf erwartete. Somit entschieden wir uns doch für den Aufstieg, ich weiß allerdings nicht, ob dies letztendlich der schnellere Weg war. Da die Tore zum Aufstieg erst um 05:00 Uhr öffnen und der erste Bus bereits um 05:30 Uhr fährt, hat man als ‚Läufer‘ wenig Chancen, als einer der ersten oben zu sein (außer man schafft den Weg wirklich innerhalb von 30-40 Minuten). Die Busse fahren in sehr kurzen Abständen und ich würde diese Alternative jedem empfehlen. Der Aufstieg ist einfach nur anstrengend, überlaufen und man verpulvert seine ganze Kraft, die man auf dem Gelände noch brauchen könnte. Das Gelände ist riesig und es gibt sehr viel zu erkunden.

Als wir um 06:30 Uhr endlich am Eingang ankamen, erwartete uns die nächste Menschenmasse. Dort wurden die Tickets noch einmal kontrolliert, ehe man endlich am Ziel ankam. Als wir beim Kontrolleur ankamen stellte ich fest, dass ich unterwegs mein Eintrittsticket verloren hatte. Völlig panisch und am Ende durchsuchte ich all meine Taschen, ohne Erfolg. Kommt davon, wenn man es in die Hosentasche steckt und aus der gleichen Tasche ständig Tempotaschentücher holt. Der Kontrolleur schickte mich gerade zu einem anderen Mann, als Georg auf dem Tisch vor dem Kontrolleur eine Eintrittskarte liegen sah. Und es war tatsächlich mein Ticket. Irgendjemand muss es gefunden und dort abgegeben haben. Danke danke danke an diesen lieben Menschen 🙂 (Vielleicht hatte es sich doch ausgezahlt, dem Busticket-Verkäufer in Nazca ehrlicherweise zu sagen, dass wir das Ticket von umgerechnet 90 USD noch nicht gezahlt hatten, nachdem er es uns die Tickets in die Hand gedrückt hatte. Karma und so 😉 ) Nachdem wir also total erschöpft am Machu Picchu ankamen, wollte der Funke zu Beginn nicht so richtig überspringen. Es waren einfach zu viele Menschen dort, zu viele Selfie-Sticks und zu viel Gerangel. Nachdem wir uns ein ruhiges Plätzchen, fernab von allen Menschen gesucht hatten, konnten wir den Anblick auf diese einzigartige Ruinenstadt endlich genießen und bestaunen. In diesem Sinne lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen:

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Ankunft in Hidroelectrica (nach 7std Busfahrt)

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Los geht’s nach Aguas Calientes

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2std dauerte es etwa

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Auf dem Weg haben wir eine Deutsche kennengelernt 🙂

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Welcome to Machu Picchu

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Aguas Calientes

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Inkastadt Machu Picchu

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morgens um 07:00 Uhr

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Wahnsinn

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Alpakas auf dem Gelände

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Ein Alpaka beim Pipi machen 😀

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Alpaka Selfie 🙂

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Der Blick auf die Inkastadt Machu Picchu vom Sonnentor aus

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Nach diesem einmaligen Erlebnis ging es von Aguas Calientes am nächsten Tag mit dem Zug und Colectivo zurück nach Cusco, denn das nächste Abenteuer stand schon vor der Tür: Rainbow Mountain.

Vor weniger als einem Jahr entdeckten Touristen bei einer Wanderung diese Berge und veröffentlichten Bilder im Internet. Diese verbreiteten sich im Netz und in sozialen Netzwerken unheimlich schnell und die Agenturen in Cusco nutzten dies, um geführte Touren zu den Rainbow Mountain anzubieten. Zusammen mit den Einheimischwn, die in diesem Gebiet leben und die Berge selbstverständlich kannten, finden seit Dezember 2015 Touren statt. Morgens um 03:30 Uhr wird man am Hostel abgeholt und zu dem Ausgangspunkt gebracht, von wo die Wanderung beginnt. Drei Stunden dauert die Fahrt von Cusco, obwohl es gar nicht so weit weg ist. Nach einem kleinen Frühstück geht die Wanderung los. Bei Eiseskälte ging es 8 km teilweise steil bergauf, bis man es nach circa 3,5 Stunden endlich geschafft hat. Wir kamen wirklich an unsere Grenzen aber es hat sich sowas von gelohnt. Vom Vinicunca Mountain aus hat man die beste Sicht auf die Rainbow Mountain und wenn man sich beim Aufstieg etwas Zeit lässt und als einer der Letzten dort oben ankommt kann man tolle Fotos machen, ohne viele Menschen im Hintergrund zu haben 🙂 Wie genau die Regenbogenfarben entstanden sind, konnte uns leider niemand so genau sagen. Es gibt jedoch in China eine Felsformation mit ähnlichem Farbenspiel, welche aus verschiedenfarbigem Sandstein und Mineralien über Millionen von Jahren entstanden ist.

Auch wenn der Rückweg nicht so anstrengend war, wie der Hinweg, waren am Ende all unsere Kraftreserven aufgebraucht und wir konnten uns keinen Meter mehr bewegen. Die Tour endete mit einem wirklich guten Almuerzo (Mittagessen) und um 18:30 Uhr kamen wir völlig erschöpft in Cusco an.

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Morgens 08:00 Uhr und es war eiskalt

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wunderschöne Landschaft

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3,5 Stunden dauerte circa der Aufstieg

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Geschafft!!!

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Wahnsinns Landschaft

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Ein Gedanke zu “Peru – das Land der vielen Gegensätze

  1. Günther Möllmann schreibt:

    Wieder einfach toll der Bericht über die letzten Erlebnisse. Der Machu Picchu ist ja ein Traum!Wenn ich das in den 70 ger Jahren gewusst hätte……, war damals in Uruguay und auch noch reiselustiger.Die Berichte eurer Weltreise sind aber so toll,dass man sich das Selber Reisen fast ersparen kann.Aber ich freue mich auch sehr auf den 17.Sept.16 ! Ist dieser Termin fest, oder variabel? Bis dann noch v.V.in Brasilien Günther.

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