von Zentralvietnam bis an die chinesische Grenze

Pünktlich zum Sonnenaufgang kamen wir am 25.04.16 nach 10h Busfahrt in dem kleinen, verschlafenen Hafenstädtchen Hoi An an. Zusammen mit Laura und Morton hatten wir im Voraus schon ein Hotel gebucht, welches wir aber leider so früh am Morgen noch nicht beziehen konnten. Wir beschlossen deshalb, einen schönen Morgenspaziergang durch Hoi An zu machen und auf dem Weg etwas zu frühstücken.

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Mittagessen

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Markt in Hoi An

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Markt in Hoi An

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Hoi An

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Links Bier (kostet 12 cent), rechts Wasser (kostet 50 cent) DAS ist Vietnam

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Billiard am Abend 🙂 

Hoi An gehört seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe und liegt direkt am Südchinesischen Meer in Zentralvietnam. Die Altstadt von Hoi An ist die einzige Stadt, die während des Vietnamkrieges unzerstört blieb. Besonders am Abend zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite, wenn die ganze Altstadt mit vielen bunten Laternen beleuchtet wird.

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einfach schön!

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japanische Brücke

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Altstadt

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Hoi An ❤

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Am darauffolgenden Tag erkundeten wir mit zwei Rollern die Gegend und fuhren nach My Son, eine Tempelstadt, die ebenfalls zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Im Jahre 2002 erst begannen die Ausgrabungen der mehr als 70 Tempel in My Son. Viele Tempel wurden während des Vietnamkrieges zerstört und der Wiederaufbau gestaltet sich schwieriger als gedacht.

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Tempel in My Son

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Ja ja, interessant 😀

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Hoi An ist einer der schönsten Städte, die wir bisher in Südostasien gesehen haben. Neben der wunderschönen Altstadt gibt es viele kleine Läden, die zum Einkaufen einladen. Besonders die vielen Ledergeschäfte haben es uns angetan und Laura und ich kamen nicht drum rum, etwas zu kaufen. 😀  Wir ließen uns jeweils ein Paar maßgeschneiderte Schuhe entwerfen und einen Lederrucksack herstellen, den wir individuell gestalten konnten.

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Viele viele Ledergeschäfte

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meine Ausbeute 🙂

Von Hoi An ging es weiter Richtung Norden nach Hue. Für 10 EUR (pro Zimmer) haben wir dort ein richtig luxuriöses Hotel inkl. Frühstück entdeckt. Viel hat die Stadt nicht zu bieten, weshalb wir am nächsten Tag an einen verlassenen Wasserpark fuhren, der vor drei Jahren geschlossen wurde und nun ein Insidertipp unter Touristen ist. Mutterseelenallein besichtigten wir den verlassenen Park, die heruntergekommenen Einrichtungen und die noch halbwegs funktionstüchtigen Wasserrutschen. Super cool aber auch unheimlich gruselig. Wir kamen uns teilweise echt vor wie in einem Horrorfilm.

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Wasserpark

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gruselig. Alles kaputt und verlassen

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Rutschen

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etwas heruntergekommen, aber man kann noch rutschen 😀

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alte Tribüne

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Laura, Morton und wir 🙂

Am Abend haben Laura und ich uns eine 45-minütige Massage gegönnt, ehe es am nächsten Tag weiter in den Nationalpark Phong Nha ging. Bekannt ist dieser Nationalpark für die vielen Höhlen, die man dort besichtigen kann, unter anderem die größte Höhle der Welt. Diese wird leider nur von einer Agentur angeboten und ist dementsprechend teuer. Eine geführte Tour wollten wir aber sowieso nicht, weshalb wir uns am nächsten Tag wieder zwei Roller ausgeliehen haben und eine Höhle auf eigene Faust erkundeten. Unser erstes Ziel war die Paradise Cave.

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Paradise Cave

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Rollertour durch den Nationalpark

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traumhafte Landschaft

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An diesem Tag war es so heiß, dass wir verbotenerweise die Roller am Highway abgestellt haben und runter zu dem Fluss geklettert sind. Die Abkühlung tat soooo gut und wir konnten es ganze 20 Minuten genießen, bis wir von der Polizei verjagt wurden 😀

Leider war in Vietnam genau zu der Zeit „Holiday“ (4 Tage), sodass an diesen Tagen zum einen die Preise erhöht wurden und was noch viel schlimmer war: Es waren unfassbar viele Menschen unterwegs. Deshalb beließen wir es bei der einen Höhle und fuhren am nächsten Tag mit dem Roller durch den Nationalpark und die angrenzenden Dörfer. Die Landschaft dort ist einfach traumhaft und es gibt so viele schöne Ecken. Wir sind den ganzen Tag ziellos durch die Gegend gefahren und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Definitiv ein Highlight auf unserer Weltreise und absolut empfehlenswert.

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Wasserbüffel 

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die Gegend dort ist einfach schön!

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kurze Pause

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Mama Kuh und Baby 

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Die aller aller coolste Bar auf der ganzen Welt. Die Jungs konnten Fußballtennis spielen und wir Mädels lagen in der Hängematte.

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Die süßen Kinder der Barbesitzer

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Von Phong Nha ging es mit dem Nachtbus weiter nach Hanoi, wo wir nach 10h Busfahrt um 6 Uhr morgens ankamen. Nachdem wir leider so früh wieder nicht im Hotel einchecken konnten, spazierten wir durch die Altstadt und frühstückten bei Dunkin Donuts. Die Vietnamesen starten ziemlich früh in den Tag, bereits um 5 Uhr morgens sind sie alle schon wach, dementsprechend früh gehen sie jedoch auch ins Bett. Ab 22 Uhr geht dort nichts mehr und die meisten Restaurants und Bars machen zu.

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Hanoi

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Hanoi

Nach einem kurzen Mittagschlaf traf ich mich mit Laura und Morton wieder. Wir hatten uns im Internet eine Mall in der Nähe ausgesucht und wollten dort mit dem Taxi hinfahren. Nach 20 Minuten Fahrt landeten wir zwar nicht in der Mall, die wir rausgesucht hatten, dafür in einem riesigen, unterirdischen Einkaufszentrum mit Kino, Wasserpark und Schlittschuhbahn. Am Abend war auch Georg wieder fit und wir trafen uns mit einem Vietnamesen, den Morton in Saigon kennengelernt hat. Zusammen mit seiner Freundin gingen wir vier in ein vietnamesisches Restaurants, welches hauptsächlich von Einheimischen besucht wird. Zu essen gab es frittiertes Fleisch, Frühlingsrollen, Fisch und eine Suppe, in die man die Teigstücke eintunkt. Mir hat es ganz gut geschmeckt, Georg war total begeistert und hat gar nicht genug davon bekommen. Im Anschluss gingen wir –genauso wie die Einheimischen- zu einem anderen Straßenstand und aßen dort unseren Nachtisch. Als Dessert gab es Früchte mit Kokosmilch- das war richtig lecker! Long, der Vietnamese, kam vor ein paar Tagen erst von seinem Deutschland-Trip zurück. Er war dort geschäftlich unterwegs und es war das erstes Mal, dass er Vietnam verlassen hat. Der Abend war super schön und es ist immer wieder toll in Kontakt mit Einheimischen zu kommen.

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Shoppingmall

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toller Abend mit Long und seiner Freundin

Letzten Mittwoch wurden wir am frühen Morgen im Hotel abgeholt und nach Halong gebracht. Zusammen mit Laura und Morton hatten wir eine 2-tätige Kreuzfahrt in der Halong Bucht gebucht. Auf dem Boot angekommen gab es als erstes Mittagessen, während das Boot schon die Fahrt aufnahm. Man konnte sich gar nicht richtig auf das Essen konzentrieren, weil die Umgebung und der Ausblick einfach so schön waren. Nach dem Mittagessen durften wir mit Kayaks durch die verlassene Halong Bay paddeln. Unser Boot war das Einzige an diesem Ort, es war traumhaft schön und vor allem leer. Nach der Kayaktour durften die ganz Mutigen unter uns von dem Boot aus in das Meer springen. Ich hab mich natürlich nicht getraut, dafür sind die Jungs umso fleißiger gesprungen 😀 Nach dem Abendessen war Squid Fishing angesagt. Mit einfachen Bambusangeln versuchten wir kleine Tintenfische zu angeln. Tatsächlich hat jeder von uns mindestens einen gefangen und diese bekamen unsere Nachfolger am nächsten Tag zum Mittagessen.

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Unser Zimmer auf dem Boot

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Badezimmer mit Blick aufs Meer

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Ausblick beim Duschen 😀

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Halong Bay ❤

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Squid Fishing

Am nächsten Tag besuchten wir nach dem Frühstück die Amazing Cave. Sie ist die größte Höhle in der Halong Bucht und ein wahres Naturwunder. Die Halong Bay ist übrigens eines der sieben Naturweltwunder. Leider wird es bald nicht mehr möglich sein, diese über Nacht zu besuchen, da die spektakulären Bootsübernachtungen in Halong Bay in naher Zukunft verboten werden.

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Amazing Cave

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Frühlingsrollen Crashkurs

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Nachdem wir am späten Nachmittag wieder in Hanoi angekommen sind, hatten wir nur kurz Zeit im Hotel zu duschen und etwas zu essen, da wir am Abend schon wieder den Bus nach Sapa genommen haben. Sapa liegt auf 1.600 Meter Höhe im Nordwesten von Vietnam. Aufgrund der Höhe sind die Temperaturen dort etwas angenehmer und im Winter kann es dort auch mal schneien. Mit dem Nachtbus sind wir früher als erwartet angekommen und erreichten Sapa somit schon um 3 Uhr nachts. Netterweise durften wir bis um 6:30 Uhr im Bus liegen bleiben und schlafen, da die meisten Hotels/Hostels zu dieser Zeit eh niemanden einchecken lassen. Als wir gegen 7 Uhr in unserem Hotel ankamen, haben wir erst einmal in der Lobby weitergeschlafen. Um 8 Uhr hieß es, dass zwei Zimmer frei wären und wir diese für 5 Dollar früher beziehen dürften. Bis jetzt war es in Vietnam immer so, dass wir kostenlos in die Zimmer rein durften, sobald sie frei waren. Diskutieren hat mit der Frau jedoch nichts gebracht, sodass wir erst einmal frühstücken gegangen sind. Zusammen mit Charlotte (sie haben wir im Flugzeug von Bangkok nach Saigon kennengelernt) haben wir uns nach dem Frühstück noch Roller ausgeliehen und sind dann nochmal kurz zurück ins Hotel. Mittlerweile war es schon 10 Uhr und wir durften endlich in unsere Zimmer. Da wir aber auf dem Sprung waren, haben wir nur schnell unsere Rucksäcke im Zimmer abgestellt und sind dann zu fünft in Richtung Wasserfälle gefahren. Auf halbem Weg hatte Charlotte mit ihrem Roller einen platten Reifen. Nach einer Stunde warten und telefonieren haben wir letztendlich eine Werkstatt gefunden, ihr Reifen konnte repariert werden und wir konnten die Tour fortsetzen. Am Wasserfall Thac Tinh Yeu angekommen haben wir uns erst einmal eine eiskalte Abkühlung gegönnt. Das Wasser war so eiskalt, dass man es gar nicht lange darin ausgehalten hat. Den restlichen Tag fuhren wir noch durch die Gegend und gingen am Abend  zusammen Abendessen.

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Wasserfall – Sapa

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Sapa

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Am nächsten Tag haben wir vier das Hotel gewechselt, da die Zimmerpreise auf einmal verdreifacht wurden. Bereits am Abend zuvor habe ich in der Lobby meinen Hut gesucht, den ich dort mit dem ganzen Gepäck abgelegt hatte. Leider war am Abend niemand mehr an der Rezeption, der mir helfen konnte, sodass ich beim Auschecken nochmals nachgefragt habe. Die Dame wusste natürlich gleich, welcher Hut gemeint ist, hat einen Anruf getätigt und fünf Minuten später kam mein Hut mit dem Roller angefahren. Das war jetzt schon das zweite Mal, dass sich irgendwelche Mitarbeiter im Hotel an meinen Sachen bedient haben. Zum Glück sind sie immer wieder aufgetaucht aber irgendwie schon etwas merkwürdig 😀

Am Mittag haben wir vier uns wieder einen Roller ausgeliehen und sind an die chinesische Grenze gefahren, die nur 40km von Sapa entfernt ist. 10 km vor der Grenze bemerkten Georg und ich, dass wir einen Platten hatten. Glücklicherweise direkt vor einer Werkstatt, die uns den Reifen auch noch für weniger als 2€ reparierte. Zwar mussten wir dafür über eine Stunde warten, aber wenigstens war es nicht so teuer wie bei Charlotte am Tag zuvor. Nachdem wir an der Grenze ankamen und gerade wieder zurück fahren wollten, machte unser Roller komische Geräusche und gab bergauf kaum noch Gas. Kurz darauf ging er auch aus und nicht mehr an. Es war richtig heiß, unser Hotel war 35km entfernt und da wir auf dem Hinweg den ganzen Weg bergab gefahren sind hatten wir nun ein richtiges Problem. Georg versuchte den Roller immer wieder zu starten und nach unzähligen versuchen sprang er auch wieder an. Weit kamen wir aber nicht und der Roller ging immer wieder aus. Irgendwann kam ich auf die schlaue Idee zusammen mit Morton und Laura auf deren Roller zu fahren, damit das Gewicht auf unserem Roller leichter ist. Und tatsächlich hat es Georg geschafft, den Roller alleine bis nach Hause zu fahren, ohne dass er ein einziges Mal ausging. Morton, Laura und ich saßen 35km auf einem Roller zusammengequetscht und uns tat nach dieser Fahrt alles weh. 😀 Das Lustige daran war vor allem, dass es in Asien ja normal ist zu dritt, viert oder auch zu fünft auf einem Roller zu fahren. Aber Touristen zu dritt auf einem Roller haben die Einheimischen wohl noch nie gesehen, denn wir wurden ganz schön angeglotzt und ausgelacht.

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Reisfelder Sapa

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Platten…..

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Auf der anderen Seite des Flusses ist China 🙂

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…und wieder zurück nach Hanoi

Am Abend verkroch ich mich in unser Zimmer und schaute alleine das entscheidende und super wichtige Stuttgartspiel. Leider haben sie verloren und steigen somit sehr wahrscheinlich in die 2. Liga ab. Der nächste Tag war so ziemlich der traurigste Tag, während unserer Weltreise. Mit mir war absolut nichts anzufangen und ich hätte am liebsten den ganzen Tag im Bett verbracht. 😦 Viel haben wir gestern aber auch nicht gemacht. Nachdem wir uns von Laura und Morton, mit denen wir nun zwei Wochen durch Vietnam gereist sind,verabschiedet haben, ging es für uns mit dem Bus wieder zurück nach Hanoi, da wir heute Südostasien verlassen haben.

 

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