das Thailandabenteuer hat begonnen

So jetzt komme ich mal wieder dazu, einen neuen Beitrag zu verfassen. Die letzte Woche waren wir ziemlich beschäftigt, aber jetzt erst mal von Anfang.

Am 16.03. ging es mit dem Boot von Langkawi nach Koh Lipe, eine kleine Insel im Süden-Westen Thailands. Unsere erste Grenzüberschreitung mit dem Boot und wir waren gespannt, wie diese wohl abläuft. In Langkawi (Malaysia) mussten wir ganz unkompliziert durch eine Passkontrolle und durften dann auch schon direkt aufs Boot. Nach 1,5h kamen wir in Koh Lipe an und wurden dort auf einer Plattform, circa 100 Meter vom Strand entfernt, abgesetzt und von kleineren Booten an Land gebracht. Dort ging es dann erstmal zu dem wohl coolsten Immigration Office der Welt. Direkt am Strand, mitten im Paradies. Nach 5 Minuten hatten wir unseren Stempel im Pass und machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, welche auf der anderen Seite der Insel lag. Da die Insel ziemlich klein ist, konnten wir den Weg problemlos in 15 Minuten laufen. Koh Lipe wird immer mehr vom Tourismus eingenommen und ein Geheimtipp ist diese Insel schon länger nicht mehr. Es werden immer mehr Hotels gebaut und Ruhe findet man nur noch an ganz bestimmten Plätzen. Die meisten Touristen versammeln sich um die Walking Street herum, die Hauptstraße der Insel, mit vielen Restaurants, Bars, Massagestudios und Tourenanbietern. Unser Hotel war ziemlich basic und hat 25€/Nacht gekostet. Unglaublich teuer, besonders für thailändische Verhältnisse. So viel hatten wir schon lange nicht mehr für ein Zimmer gezahlt und das Preis-Leistungsverhältnis stimmte sowas von nicht. Da wir am späten Nachmittag erst angekommen sind, gingen wir nur noch kurz ins Meer und machten uns dann auf, die thailändische Küche zu testen. Am nächsten Tag mussten wir das Hotel wechseln, da wir dieses nur für eine Nacht gebucht hatten und es am nächsten Tag ausgebucht war. Wir fanden eine deutlich billigere Unterkunft, die maximal genauso schlecht war, wenn nicht sogar ein bisschen besser. Trotzdem stimmte auch hier das Preis-Leistungsverhältnis nicht. In Malaysia hatten wir Unterkünfte für 13€/Nacht und die waren deutlich besser.

IMG_4199

Plattform vor Koh Lipe

IMG_4206

Koh Lipe

IMG_4213

IMG_4216

Walking Street Koh Lipe

Den zweiten Tag verbrachten wir nur am Strand, der auf Koh Lipe übrigens richtig schön ist. Weißer Sandstrand, türkisfarbenes Meer. Wirklich traumhaft! Trotzdem haben wir uns entschieden am nächsten Tag weiterzuziehen, da wir ja noch etwas vorhatten. Mit einem kleinen Boot ging es zurück auf die Plattform und von dort aus mit dem Speedboat weiter ans Festland nach Pak Bara. Kurz vor Pak Bara blieb unser Boot für 20 Minuten stehen und Georg und ich wurden schon etwas nervös, weil unser Bus um 11:30 Uhr von Pak Bara nach Surat Thani weiterfuhr. Nach weiteren 10 Minuten kam ein zweites Boot auf uns zu gefahren und übergab dem Kapitän einen Benzinkanister, was dann erklärte, weshalb wir nicht weiterfuhren… das Benzin war leer. Um 11:45 Uhr kamen wir am Festland an und wir haben den Bus gerade noch so erwischt! Von Pak Bara ging es dann als erstes nach Hat Yai, wo wir in einen anderen Bus umsteigen mussten. Eigentlich sollte es von dort aus um 14 Uhr weiter nach Surat Thani gehen, wir mussten aber 1,5h in Hat Yai warten. Um 15:30 Uhr ging es dann endlich weiter und mit 3 Stunden Verspätung kamen wir um 22 Uhr endlich in Surat Thani an. Dort hatten wir uns für eine Nacht ein Hotel gebucht und am nächsten Tag ging es mit der Fähre weiter nach Koh Phangan.

Auf Koh Phangan blieben wir insgesamt drei Tage. Wir entschieden uns für ein Hotel (abseits vom Schuss) im Nord-Westen der Insel in Haad Yao. Koh Phangan ist besonders für die Full Moon Partys bekannt, welche monatlich mehrere Tausend Reisende und DJ’s aus aller Welt anlocken. Wir verbrachten die Tage ganz gemütlich am Strand und erkundeten an einem Tag die Insel mit dem Roller. Koh Phangan hat uns ganz gut gefallen, allerdings war es uns auch hier etwas zu touristisch. So menschenleere Inseln wie auf Fiji gibt es hier in Thailand wohl nicht mehr. Nichtsdestotrotz ist Koh Phangan auf jeden Fall ein Besuch wert!

DCIM101GOPROGOPR2085.

Koh Phangan

IMG_4266

Haad Yao, Koh Phangan

IMG_4261

Sonnenuntergang

IMG_4276IMG_4294

IMG_4310

Rollertour durch Koh Phangan

IMG_4309

IMG_4317

Abendessen

Pünktlich am Tag der Full Moon Party flüchteten wir nach Koh Tao und überließen die Insel den Partyfreudigen Touristen. Was bei manchen vielleicht auf der Bucketlist steht, kommt bei uns auf die no-way-list! So auch der Besuch einer Full Moon Party auf Koh Phangan. Mit dem Boot dauerte es circa 1h bis wir in Koh Tao ankamen. Koh Tao ist deutlich kleiner als Koh Phangan und besonders beliebt bei Tauchern und Schnorchlern. Für uns stand schon vor der Weltreise fest, dass wir in Thailand unbedingt einen Tauchschein (Open Water Diver) machen möchten. Nirgendwo auf der Welt ist der Tauchschein so günstig, wie in Thailand. Auf Koh Tao haben wir uns für das Ban’s Diving Resort entschieden, die größte Tauchschule der Welt. Das praktische dabei war, dass in dem (sowieso schon sehr billigen) Tauchkurs die Unterkunft ebenfalls inklusive war. Bereits am Anreisetag ging es für uns und vier weitere Deutsche direkt mit der ersten Theoriestunde los. Am folgenden Tag standen morgens die ersten Übungen im Pool auf dem Programm und am Nachmittag wieder Theorie. Am 3. Tag ging es am Morgen das erste Mal ins Meer und wir absolvierten dort unsere ersten zwei Tauchgänge. Vom Boot aus sprangen wir mit voller Montur ins Wasser und absolvierten circa 10 Meter unter Wasser ein paar Übungen, die von PADI vorgeschrieben sind. Die Meisten hatten wir davor schon im Pool geübt, trotzdem war es im offenen Meer und in 10 Meter tiefe noch mal was anderes. Die Übungen waren z.B. die Taucherbrille mit Wasser füllen und wieder entleeren, bestimmte Atemübungen, um die Tarierung zu trainieren, Navigationsübungen etc. Nachmittags war die schriftliche Prüfung dran, die ebenfalls von PADI vorgeschrieben ist. Natürlich haben wir alle bestanden 😀 Am nächsten und letzten Tag ging es nochmal für 2 Tauchgänge aufs Meer, bevor wir offiziell Open Water Diver waren. Diesmal standen weniger Übungen auf dem Programm und wir konnten die Unterwasserwelt besser genießen und wahrnehmen.

IMG_4351

Ban’s Diving Resort

Unsere Gruppe war echt super. Wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden und waren die ganzen Tage immer zusammen unterwegs. Aber auch unser Tauchlehrer war so super, dass wir abends noch öfters zusammen in der Bar paar Bierchen getrunken haben. Die Tauchgänge und auch die Atmosphäre im Team waren so cool, dass wir uns alle dafür entschieden haben, den PADI Advanced Open Water Kurs ebenfalls zu machen. Das heißt: 5 weitere Tauchgänge und die Zertifizierung, alleine bis zu 30 Meter tauchen zu dürfen. Am nächsten Tag trafen wir uns alle zum Frühstück und wir machten einen 1-Stündigen Theorieunterricht. Danach ging das erste Mal runter auf 30 Meter. Taras (unser Tauchlehrer) hatte uns im Voraus schon darüber aufgeklärt, dass es ab 30 Meter Tiefe zu einem sogenannten Tiefenrausch kommen kann. Um dies zu erkennen, führen die Tauchlehrer in 30 Meter Tiefe eine Rechenaufgabe durch, um zu sehen wir klar derjenige Tauchschüler im Kopf ist 😀 Taras hat uns die lustigsten Geschichten  von Tauchschülern erzählt, die einen Tiefenrausch hatten. Einer war so benebelt, dass er versucht hat Fische wiederzubeleben, der andere hat sich einfach in den Sand gesetzt und ein Loch gebuddelt 😀 Beheben kann man den Tiefenrausch ganz schnell, indem man einfach wieder ein paar Meter hochtaucht. In unserer Gruppe hatte niemand so richtig einen Tiefenrausch, aber man merkt schon einen deutlichen Unterschied, vor allem was die Atmung betrifft. Der zweite Tauchgang fand an einem Wrack statt, welches seit 2011 am Meeresboden vor Koh Tao liegt. Leider war die Sicht nicht so gut, trotzdem war es total cool durch eine Tür des Wracks durchzuschwimmen, unter einer Kanone durch zu tauchen und die Tierwelt im Wrack zu beobachten. Den Nachmittag hatten wir frei und wir verbrachten diesen am Strand. Tauchen ist extrem anstrengend und macht unheimlich müde. Am zweiten Tag folgte Tauchgang drei, vier und fünf. Als erstes ging es wieder auf 30 Meter Tiefe und Taras hatte ein paar Sachen zum Vorführen dabei. Das erste war ein Ei, welches er aufgeschlagen hat. Das Eigelb blieb ganz und schwamm vor unseren Gesichtern rum, bis der erste Fisch kam und daran rumknabberte. Anschließend öffnete er eine Cola Flasche und jeder der wollte, durfte einen Schluck trinken (mit Strohhalm). Das war ziemlich cool, wer kann schon sagen, dass er 30 Meter unter Wasser Cola getrunken hat? 😀 Es war zwar etwas salzig, hat aber schmeckt. Den zweiten Tauchgang durften wir komplett alleine durchführen. Alles was wir davor gelernt hatten, (Filimeter checken, Nullzeitbeachten, navigieren, Safety Stopp etc.) mussten wir nun alleine machen. Alleine heißt in dem Fall zu zweit, als Buddy-Team. Den Abstieg haben wir noch zusammen gemacht, dann ging es für Georg und mich aber auch schon das erste Mal alleine los. Wir waren gerade mal drei Minuten unter Wasser, als wir einen Triggerfish gesehen haben und ihm hinterhergeschwommen sind. Auf einmal drehte er sich um und kam direkt auf mich zu geschwommen. Ein Tag zuvor wurde ein anderer Tauchlehrer von einem Tiggerfish attackiert und in die Lippe gebissen. Ich bin also sofort umgekehrt und wollte weg schwimmen, aber der Fisch hat mich verfolgt und mir immer wieder in die Flossen gebissen. Irgendwann ließ er mich in Ruhe und attackierte stattdessen Georg. Ein bisschen Panik hatten wir dann schon und waren froh, als wir ihn los waren. Den restlichen Tauchgang versuchten wir uns zu orientieren und mit unserem Kompass zurechtzukommen und natürlich etwas von der Unterwasserwelt mitzubekommen. Neben vielen bunten Rifffischen haben wir Stachelrochen, Kugelfische und Tintenfische gesehen. Der letzte Tauchgang war ein Nachttauchgang und wir fuhren pünktlich zum Sonnenuntergang mit dem Boot raus aufs Meer. Den Nachttauchgang haben wir wieder zusammen in einer Gruppe und mit Taras durchgeführt. Wir sahen viele Fische, die tagsüber kaum zu sehen sind und beobachteten diese bei der Nahrungssuche. Dies war unser letzter Tauchgang und nun sind wir offiziell PADI Advanced Open Water Diver. Am letzten Abend sind wir alle nochmal zusammen essen gegangen und haben anschließend in der Bar noch ein Bier getrunken. Für Georg und mich ging es am nächsten Tag weiter nach Bangkok und es fiel uns schwer die Insel zu verlassen. Das Tauchen hat uns so viel Spaß gemacht und auch die Gruppe ist uns ans Herz gewachsen. Aber so ist das nun mal beim Reisen, man lernt neue Leute kennen und muss sich dann auch wieder von ihnen verabschieden.

DCIM101GOPROGOPR2107.

Briefing 

DCIM101GOPROGOPR2098.

Ausrüstung startklar machen

IMG_4357

IMG_4358

Los gehts!!

IMG_4353IMG_4354

DCIM101GOPROGOPR2267.

Cola trinken in 30 Meter tiefe

DCIM101GOPROGOPR2279.

Wracktauchen

DCIM101GOPROGOPR2129.

DCIM101GOPROGOPR2139.

giftigste Wasserschlange der Welt (und 8. giftigste Schlange der Welt)

DCIM101GOPROGOPR2303.

Georg

DCIM101GOPROGOPR2218.

DCIM101GOPROGOPR2289.

Unterwasserspaß beim Safety Stopp

DCIM101GOPROGOPR2243.

Aufstieg

IMG_4359

die ganze Gruppe

IMG_4363

mit Kristina und Taras 🙂

IMG_4364

mit Cem und Patti 🙂

 

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “das Thailandabenteuer hat begonnen

  1. Patti schreibt:

    Es war soooo toll ! hat grad richtig Laune gemacht den Tauchkurs noch einmal Revue passieren zu lassen ! Viel Spaß noch auf eurer Reise ! Grüüüüße aus dem regnerischen Deutschland. Patti & Cem ! 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s