Von Kuala Lumpur in den malaysischen Dschungel

Nach einer 4-Stündigen Busfahrt kamen wir letzten Mittwoch in Malaysia an. Völlig planlos und ohne jegliche Vorstellung, was uns in diesem Land erwartet (zwei Tage zuvor wollten wir noch auf die Philippinen fliegen), wurden wir am Busterminal in Melaka raus gelassen. Und dann standen wir dort mit unserem Gepäck und wussten nicht einmal, welche Währung es in Malaysia gibt. 

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Die Zeit im Bus wird genutzt

Die Fahrt von Singapur nach Melaka war super bequem und hat umgerechnet 14€ pro Person gekostet. Vor der malaysischen Grenze mussten wir aus dem Bus aussteigen und durch eine Passkontrolle, um den Ausreisestempel zu bekommen. Nach der Grenze mussten wir nochmals aussteigen, diesmal mit all unserem Gepäck und wieder durch eine Passkontrolle. In Melaka angekommen fuhren wir mit dem öffentlichen Bus (Nr. 17) für 3 Ringgit (war das jetzt viel oder wenig?) erst einmal in die Innenstadt. Da wir im Voraus kein Hotel gebucht hatten, ging es bei gefühlten 40 Grad und 12KG auf dem Rücken auf Hotelsuche. Wir wurden relativ schnell fündig und entschieden uns für ein Hotel direkt am Melaka River. Von dort aus erkundeten wir erst mal die bekannte Jonker Street und die Altstadt.

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Chinatown

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Jonker Street

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Durianfrucht- auch bekannt als Kotzfrucht. Einmal probiert und nieee wieder!!!

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Melaka

Melaka ist eine Küstenstadt auf der malaiischen Halbinsel im Westen und liegt auf dem Weg von Singapur nach Kuala Lumpur. Ein Zwischenstopp in dieser Stadt ist es auf alle Fälle wert, denn Melaka gehört seit 2008 zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders sehenswert ist die Altstadt aus holländischer Kolonialzeit. Europäische Bauten und eine Windmühle am Roten Platz erinnern an die holländischen Wurzeln. Die Stadt wird vom Melaka River in zwei Hälften geteilt und die Promenade ist besonders am Abend wunderschön.

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Melaka River

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Christ Church Melaka

Malaysia ist überraschenderweise nochmal ein ganzes Stück billiger als Indonesien. Unser indisches Frühstück (Thosai) hat zusammen umgerechnet 30 cent gekostet. In der Altstadt haben wir einen coolen Friseursalon gefunden und Georg ließ sich spontan die Haare schneiden (er ist wohl mit meiner Arbeit nicht so zufrieden 😀 ). Für umgerechnet 3,30 € hat er einen neuen Haarschnitt inkl. Styling bekommen.

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Georg beim Friseur

Nach zwei Tagen in Melaka machten wir uns weiter auf den Weg nach Kuala Lumpur. Ich weiß nicht wie lange unsere „Glückssträhne“ noch anhält –ich hoffe sehr lange- aber wir haben immer Glück mit dem Timing. Um 12 Uhr haben wir das Hotel verlassen und suchten die Bushaltestelle, von wo aus der Bus zum Busterminal fährt. Eine Minute nachdem wir die Haltestelle gefunden hatten kam auch schon der Bus und 5 Minuten später kamen wir am Busterminal an. Am Ticketschalter erfuhren wir dann, dass der nächste Bus nach Kuala Lumpur in 5 Minuten fährt – perfekt! Der Bus nach KL hat umgerechnet 2,20 € gekostet und die Fahrt dauerte gerade mal 2 Stunden.

In KL wurden wir am Busterminal raus gelassen und mussten dann mit der Tram zu unserem Hostel kommen. So richtig übersichtlich ist das Nahverkehrsnetz nicht ausgeschildert, sodass wir erst einmal planlos durch die Gegend gelaufen sind. Dies hat ein Mann gesehen und war so freundlich uns zu helfen, wo wir die Tickets kaufen können und welche Tram wir nehmen müssen. Unser Hostel war sehr einfach aber dafür mitten in Chinatown am Central Market. Am zweiten Tag erkundeten wir die Gegend, gingen anschließend zu den Petronas Towern und schlenderten noch durch die KLIMATISIERTE Shopping Mall. Das Wetter dort machte uns ziemlich zu schaffen, da es total heiß war und kein einziger Wind wehte. Am nächsten Tag schliefen wir erst einmal aus, da wir die Nacht zuvor die Bundesliga verfolgt haben und bis halb 4 wach waren. Am Mittag machten wir uns auf den Weg zum botanischen Garten und den angrenzenden Tierpark. Am Abend ging es noch einmal zu den Petronas Towers, da diese bei Nacht noch schöner zu bestaunen sind.

Kuala Lumpur hat uns sehr gut gefallen und bis auf die Petronas Towers und den botanischen Garten haben wir keine Touristenattraktionen besucht. Vielmehr sind wir einfach durch die Gegend gelaufen und haben dabei ziemlich schöne Ecken kennengelernt.

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KLCC

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Petronas Towers

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Petronas Towers

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Monk 😀

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Central Market

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Botanischer Garten

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Botanischer Garten

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Jalan Petaling Street

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Jalan Petaling Street

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Obststand 

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Petronas Towers bei Nacht

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Von Kuala Lumpur ging es dann mit dem Bus weiter zu den Cameron Highlands. Die Cameron Highlands liegen im Bundesstaat Pahang und bieten aufgrund der Höhenlage ein angenehm, kühles Klima für tropische Verhältnisse (in der Nacht kann es bis zu 10°C abkühlen). Neben dem Tourismus lebt die Gegend hauptsächlich von der Landwirtschaft. Besonders bekannt sind die vielen Teeplantagen, die für die Touristen zugänglich gemacht sind. Aber auch Erdbeeren, (grüner) Spargel, Blattgemüse und Rosen werden dort angebaut.

Die Cameron Highlands kann man ohne Probleme auf eigener Faust erkunden. Es gibt aber auch angebotene Touren, die relativ preiswert sind. Wir haben uns für eine Tagestour entschieden und starteten diese mit einer 4-Stündigen Jungle Tour. Das Ziel unserer Wanderung war die bekannte Rafflesia Pflanze, welche die größten Blüten im Pflanzenreich bildet und nur sehr selten in der Natur zu sehen ist. Bei der Wanderung kamen wir mit einem deutschen Pärchen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie aus der Nähe von Freiburg stammen. Da Georgs Familie auch ursprünglich aus der Nähe von Freiburg kommt, haben wir nachgefragt, wo genau sie aus Freiburg kommen. Lustigerweise kam der Mann aus dem gleichen Dorf wie Georgs Mama und Georgs Oma und wie es der Zufall will kennt er beide sogar 😀 Die Welt ist so klein!

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Jungle Tour

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Schuhe aus und los

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Rafflesia kurz bevor sie sich öffnet

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geöffnete Rafflesia

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total schön!

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Nach der Wanderung durch den malaysischen Dschungel haben wir einen ‚blow pipe hunting‘ Crashkurs bekommen. In Malaysia ging man früher mit dem Blasrohr auf Jagd. Heutzutage ist das eher ein Hobby, wie z.B. Angeln. Nach einer kurzen Einführung durften wir es auch mal selbst ausprobieren und es hat richtig Spaß gemacht. Man muss gar nicht fest pusten und der Pfeil schießt wie eine Kanone aus dem Rohr 😀  Nach dem Mittagessen ging es weiter auf die Teaboh Plantage und die Teafactory. Mit einem wunderschönen Blick auf die Teeplantagen haben wir einen Boh-Eistee getrunken, bevor es weiter zu der Butterfly Farm ging. Die Butterfly Farm war nichts besonderes, da finde ich das Schmetterlingshaus im Luisenpark spektakulärer. Die Erdbeerfarm war auch eher enttäuschend. Wir durften uns die Plantagen anschauen und uns anschließend ein Päckchen Erdbeeren kaufen.

 

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blow pipe hunting

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ziemlich gut für den Anfang

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blow pipe hunting

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TeaBoh Plantage

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Teeblatt

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original Boh-Icetea

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Butterfly Farm

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Strawberry Farm

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lecker Erdbeeren

 

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