Bula Bula!

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Auckland landeten wir vor 2 Wochen in Nadi und wurden am Flughafen sehr herzlich mit Musik und Gesang empfangen. Eine Nacht blieben wir auf dem Festland und verbrachten den ganzen Tag am Hotelstrand und faulenzten in der Hängematte. Am Abend gingen wir in das Nachbarhotel zum Essen, da dort an diesem Abend „Lovo-Abend“ war. Lovo ist das Nationalgericht in Fiji und ist auch als „underground cooking“ bekannt. Fleisch und süßes Wurzelgemüse werden zusammen mit heißen Steinen in ein Loch gelegt, mit Blättern und Erde bedeckt und mehrere Tage unterirdisch gegart. Klingt sehr aufwendig, weshalb man dieses Gericht auch hauptsächlich zu besonderen Anlässen anrichtet. Wir jedoch fanden es ganz cool, gleich am ersten Abend in den Geschmack der fidschianischen Küche zu kommen. Optisch sah das Ganze auch ganz nett aus, geschmacklich war es eher weniger nett… 😀

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Nachdem wir also voller Vorfreude unser Inselhopping starteten und auf dem Schiff unsere erste Unterkunft buchen wollten, traf uns fast der Schlag. Obwohl wir Coconut 2 gebucht hatten, sollten wir plötzlich für einige Coconut 2-Unterkünfte noch einen kleinen Zimmeraufpreis zahlen. Die Argumentation der Dame konnten wir nicht nachvollziehen und sahen es auch nicht ein, noch irgendetwas draufzuzahlen, sodass wir uns für die erste Nacht eine Coconut 1-Unterkunft suchten, da wir hier vorerst keine Zusatzkosten hatten. So schön sich das ganze Prinzip auch in der Theorie anhört, nach 2 Wochen können wir sagen, dass das die reinste Abzocke ist. Wir würden es zwar trotzdem wieder so machen, weil es (fast) die einzige Möglichkeit ist die Yasawa Inseln zu bereisen und die Resorts und die Strände traumhaft schön sind, aber trotzdem geht das auf dem Schiff nicht so ganz mit rechten Dingen zu. Glücklicherweise hat uns im dritten Resort die Dame an der Rezeption gefragt, ob sie für uns die nächste Unterkunft direkt buchen soll. Und siehe da, es fielen KEINE Zusatzkosten an, wie auf dem Schiff. Wir sind zum Glück auch nicht die Einzigen, die sich abgezockt fühlen und das System in der Praxis nicht so ganz verstehen. Aber was soll’s…

Das Inselabenteuer begann für uns also auf der Insel Matacawalevu, im Long Beach Resort, welches ein sehr kleines, familienbetriebenes Resort ist. Da das gelbe Schiff nie direkt an der Insel hält, wird man immer von einem kleinen Boot des Resorts abgeholt und mehr oder weniger sicher an Land gebracht. Das kann je nach Gezeiten länger oder kürzer Dauer. Bei Ebbe kommt es hier zur fidschianischen Rushhour, denn dann müssen die Boote langsam und vorsichtig durch das Korallenriff gelenkt werden und eine Fahrt kann anstatt von 5 Minuten auch mal 20 Minuten dauern. Auf diesem Resort waren wir insgesamt nur 15 Gäste und es herrschte eine unheimlich familiäre Atmosphäre. Am Mittag haben wir gelernt, wie man eine Kokosnuss pflückt und zubereitet und durften im Anschluss die Kokosmilch und das Fruchtfleisch genießen. Meine erste frische Kokosnuss und es war sooooo gut. (Georg musste mir ab diesem Tag jeden Mittag eine Kokosnuss zubereiten. Und er hat das wirklich gut gemacht! Oftmals haben wir die genommen, die schon auf dem Boden lagen. Das Schälen hat er sich bei dem Local abgeschaut und da er keine Machete hatte, benutzte er spitze Steine um die Nuss zu öffnen.) Nach dem Kokosnusssnack haben wir zusammen mit einem Local aus Kokosnussschalen Ringe hergestellt. Das hat total Spaß gemacht und die Ringe sind echte Unikate. Ich bin mal gespannt, wie lange er hält 🙂 Gegessen wurde auf dieser Insel immer zusammen, an einem großen Tisch. Mir hat das total gut gefallen, weil ich es von daheim auch gewohnt bin, zusammen zu essen und außerdem waren wir irgendwie eine total lustige Gruppe auf der Insel: Ein lesbisches Pärchen gebürtig aus Kapstadt wohnhaft in Sydney, 3 Jungs aus Deutschland, die gerade das Abi gemacht haben, 1 Mädchen aus Schweden, eine aus Schottland und eine aus Finnland, ein Fidschianer wohnhaft in Kanada, eine Deutsche (Anfang 30 frisch getrennt) und zwei Schwestern (Zwillinge) aus Deutschland. Nach dem Abendessen haben wir alle zusammen in Teams „Ludo“ gespielt, welches vom Prinzip her wie „Mensch ärgere dich nicht“ ist. War ziemlich lustig, weil plötzlich jedes Team den Ehrgeiz hatte zugewinnen. 😀 Danach haben wir alle zusammen draußen ein Lagerfeuer gemacht, Musik gehört und Kava getrunken. Kava ist ein traditionelles Getränk in Fiji, welches aus der Kavapflanze hergestellt wird. Die Pflanzenwurzeln werden getrocknet und von einem Local zusammen mit Wasser vermischt. Im Anschluss daran werden immer ein Chief und ein Spokesman gewählt. Der Chief ist der Chef an diesem Abend und der Spokesman gibt das Trinkkommando an. Mit dem Wort Taki eröffnet der Spokesman eine neue Trinkrunde. Vor dem Trinken klatscht man einmal in beide Hände, sagt „Bula“, daraufhin antworten alle anderen ebenfalls mit „Bula“. Nach dem Trinken klatscht man weitere dreimal in die Hände und gibt die Bowl wieder zurück an den Local. Nachdem jeder dran war wartet man, bis der Spokesman wieder das „bad word“ sagt und somit die nächste Trinkrunde einläutet. Die Fidschianer trinken bis zu 100 Bowls an einem Abend über einen Zeitraum von 12 Stunden. Die Kavapflanze macht einen ziemlich müde und betäubt die Zunge und man fühlt sich „fijian drunk“.

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Abholservice

 

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Kokosnussring

Am nächsten Tag sind viele aus der Gruppe abgereist, weshalb wir uns auch entschieden haben weiterzuziehen. Wir sind noch weiter in den Norden gefahren, auf die nördlichste Insel in das Nanuya Island Resort. Während das Resort auf der ersten Insel eher Low Budget war (Coconut 1 eben), kamen wir hier in ein richtiges Südseeparadies. Begrüßt wurden wir von den Hotelangestellten mit Gesang und Gitarre und einem Begrüßungscocktail. Die Unterkunft war im Vergleich zum ersten Resort viel luxuriöser und auch das Essen war weitaus besser. Trotzdem fanden wir im Nachhinein beide Inseln gleich schön, weil jede Insel etwas hatte, was die andere nicht hatte. Auch wenn die Unterkunft, das Essen und der Strand auf der zweiten Insel viel schöner waren, fanden wir die Atmosphäre auf der ersten Insel so cool, dass sie in Summe mindestens genauso schön war. Nach Nanuya Island ging es wieder Richtung Süden auf die Naviti Insel in das Korovou Eco-Tour Resort. Wir hatten dort einen kleinen, süßen Bungalow direkt am Strand. Der Hotelstrand an sich war nicht so schön, allerdings gab es auf der anderen Seite der Insel den Honeymoon Beach, der weitaus schöner war und nur einen kleinen Fußmarsch entfernt war. Die Mahlzeiten auf den Inseln sind in unserem Bula Combo Pass inklusive und finden auf allen Inseln zur gleichen Fiji-Zeit statt. Fiji-Zeit ist eine von den Fidschianern speziell erfundene Zeitangabe…1 Minute Fiji-Zeit = 5 Minuten, 19:00 Uhr Fiji-Zeit = 19:30 Uhr 😀 Das lustige ist aber, dass sie das Wort „Fiji-Zeit“ auch ständig benutzen. Einmal war ich an der Rezeption und die Dame war gerade dabei etwas zu tun und meinte mit einem Lächeln „just one minute…. fiji-time“.

Das Essen schmeckt hier eigentlich wirklich nicht schlecht, ABER nach zwei Wochen kann ich einfach keine Kohlenhydrate mehr sehen. Jeden Mittag und jeden Abend gibt es irgendeine andere Variation von Kartoffeln, Nudeln oder Reis und ich sehne mich so nach einem schönen bunten Salatteller!

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Welcome Drink Nanuya Island Resort

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Nanuya Island Resort

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all day long 🙂

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Mittagessen

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Standuppaddling

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Abendessen ❤

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Abreise

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frische Kokosnuss ❤

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einfach lecker!!!

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Honeymoon beach

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❤ ❤ ❤

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sunset

Nach zwei Tagen auf Naviti Island ging es weiter auf die Drawaqa Insel in das Barefoot Manta Resort, wo wir letztendlich 4 Nächte blieben, weil es dort einfach so schön war. Das Resort grenzte an 3 verschiedene Strände, von denen einer schöner war als der andere. Am sunrise beach konnte man morgens den Sonnenaufgang beobachten und am 300 Meter entfernten sunset beach einen wunderschönen Sonnenuntergang. Dazu kam, dass wir eine schöne, große Beachfront Bure hatten mit Open Air Bad. Aber auch das Korallenriff war hier wirklich ein Traum mit vielen bunten Fischen, Rochen und Riffhaien. Georg war kaum noch aus dem Wasser zu bekommen. 😀 Abends gab es immer ein 4 Gänge Menü und das mit Blick auf die Sonne, die im Meer unterging. Da hier viele Touristen nur eine Nacht auf den Inseln verbringen, zählten wir mit unseren 4 Nächten schon zu den Langzeitgästen. Der Abschied viel uns sehr schwer, aber wir wollten unbedingt noch mindestens eine weitere Insel sehen. Wieder auf dem gelben Schiff wollten wir unsere nächste Unterkunft buchen, aber leider war diese ausgebucht, sodass wir uns spontan um entscheiden mussten.  Da wir nicht mehr viele Auswahlmöglichkeiten hatten, haben wir uns für das Octopus Resort entschieden, wo wir für das Essen nochmal extra zahlen mussten. Das war eigentlich nicht geplant, hat sich aber definitiv gelohnt, denn es war sooooo lecker. Endlich mal KEINE Kohlenhydrate! Auf der Insel haben wir ein finnisches Pärchen in unserem Alter kennengelernt, mit denen wir den Tag zusammen verbracht haben. Wir waren zusammen schnorcheln und haben Volleyball und Billiard gespielt.

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Barefoot Manta Resort – Beachfront Bure

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Open Air Bad

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so schöne Sonnenuntergänge

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Fiji Paradies ❤

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schönster Platz zum Abendessen

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It’s Kava Time

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underwater

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Nemo’s Cousin

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Der gelbe Fisch hat uns während dem ganzen Schnorcheltrip begleitet 🙂

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Blauer Seestern

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best snorkelteam ❤

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5pm: Volleyball time!

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I ❤ Hammocks

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Sunrise Beach

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Octopus Resort – Restaurant

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im Hintergrund das gelbe Schiff, welches jeden Tag einmal in den Norden und wieder zurück in den Süden fährt

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Fischis

Am nächsten Tag ging es dann in das Resort, welches wir am Tag zuvor schon geplant hatten. Auf dem gelben Schiff angekommen haben wir viele bekannte Gesichter wiedergesehen. 2 Angestellte vom Barefoot Manta Resort, winkten uns bereits vom Schiff aus zu, aber auch 4 Jungs aus München und ein älteres kanadisches Pärchen aus dem vorherigen Resort haben wir dort wieder getroffen, sowie einen Engländer. Das ist echt total witzig, wenn man auf den unterschiedlichen Inseln neue Bekanntschaften schließt und sich dann später auf dem Schiff oder einer anderen Insel zufällig wiedertrifft. Unsere letzten Tage verbrachten wir also auf Kuata Island im Barefoot Kuata Resort, welches ein Schwesternhotel vom Barefoot Manta Resort ist. Auch hier hatten wir wieder eine schöne Unterkunft mit Blick aufs Meer. Am zweiten Morgen haben wir einen Schnorchelausflug gemacht und sind mit Riffhaien geschwommen. Ich wollte am Morgen noch einen Rückzieher machen, weil ich panische Angst vor Haien hab. Zum Glück bin ich mitgefahren, denn es war überhaupt nicht schlimm und hat total Spaß gemacht. Den restlichen Tag verbrachte ich wie immer in der Hängematte, Georg spielte mit den Jungs Fußball und am letzten Abend gab es nochmal Kava. Diesmal saßen wir ziemlich lange zusammen und haben so viel Kava getrunken, dass uns am Ende fast schlecht war. 😀 Am nächsten Tag mussten wir uns dann endgültig von allen verabschieden und es ging wieder zurück ans Mainland. Hier haben wir noch eine Nacht übernachtet und machen uns heute Mittag auf den Weg zum Flughafen. Wir freuen uns auf das nächste Land und auf unseren Besuch, den wir dort treffen 🙂

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unsere Bure

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Resortanlage

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Georg und zwei Riffhaie 

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white tip reef shark

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Yep. Me and a shark in one picture!

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Shark shark shark

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new friend!

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Reef sharks

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beautiful Fiji!

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